
Wärmepumpe vs Gasheizung: Kosten, Ersparnis und Emissionen
Eine Wärmepumpe verbraucht 40 bis 60% weniger Energie als eine Gas-Brennwertheizung für Heizung und Warmwasser, weil sie Wärme transportiert statt sie zu verbrennen. Im Haus entstehen keine CO₂-Emissionen. Dafür ist die Anschaffung teurer. Hier der komplette Vergleich.
Zuerst den kompletten Wärmepumpen-Ratgeber und die Installationskosten ansehen.
Wirkungsgrad: Wärme bewegen vs Brennstoff verbrennen
Eine Gas-Brennwertheizung erreicht 90–109%. Die Wärmepumpe bietet jahreszeitliche Wirkungsgrade von 300–510% (COP 3,0 bis 5,1) und verbraucht daher für dieselbe Nutzwärme viel weniger.

Betriebskosten (Haus mit 120 m²)
| System | Jahreskosten | Wirkungsgrad | CO₂ im Haus |
|---|---|---|---|
| Wärmepumpe (COP 4,0) | ~675 € | 300–510% | Null |
| Gas-Brennwertheizung | ~1.333 € | 90–109% | Hoch |
| Ölheizung | ~2.437 € | 80–85% | Sehr hoch |
Investition und Amortisation
Die Wärmepumpe kostet mehr in der Anschaffung (10.000–16.000 € im Haus) als eine Gasheizung (2.500–4.500 €). Die Ersparnis gleicht den Unterschied in 5–8 Jahren gegenüber Öl und 8–10 Jahren gegenüber Gas aus — schneller mit BEG-Förderung.
Vorschriften: fossiles Gas läuft aus
Die EU-Richtlinie (EPBD) treibt den Ausstieg aus fossilen Kesseln voran: Klasse E ab 2030 und D ab 2033 bei Verkauf oder Vermietung. Zudem verlangt das GEG einen zunehmenden Anteil erneuerbarer Energie. Die Wärmepumpe erreicht direkt Klasse A oder B.
Häufige Fragen
Ist sie günstiger im Unterhalt als eine Gasheizung?
Ja; die jährliche Wartung ist ähnlich, aber Gas-Prüfungen entfallen.
Welche Risiken entfallen?
Gaslecks, Kohlenmonoxid und Explosionen: die Wärmepumpe verbrennt nichts.
Ist ein Hybridsystem möglich?
Ja, die Wärmepumpe deckt 90% des Jahres, die vorhandene Heizung springt an den kältesten Tagen ein.